Tantrische Meditation zum Thema Perspektivwechsel

Shownotes

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Yogaacademy HEAL FEEL LEAD LEAD TEACHERS: Julia Weis und Julia Pieper Die Ausbildungen finden in Leinweiler bei Landau und in Ericeira bei Lissabon statt. PODCAST TON & Schnitt: Pascal Weis

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00:00:00: Heute geht es um das Thema Perspektive und zwar teile ich eine meiner absoluten Lieblingsmeditationen mit euch.

00:00:07: Die Meditation kommt aus einer tantrischen Linie, in der ich studiere und praktiziere – das ist das Vinyana Bayrava Tantra!

00:00:17: Eine ganz alte Linie.

00:00:19: und es geht wirklich in dieser Linie ganz viel darum ja mit dem Leben im Team zu werden das Leben wirklich zu spüren, das Leben wahrzunehmen und in die Lebendigkeit zu kommen.

00:00:34: Die Lebendlichkeit umzufühlen.

00:00:37: Und ich finde das Thema Perspektivwechsel so wertvoll.

00:00:44: Es ist mir einfach wichtig zu sagen ... Manchmal teile ich auch Meditationen, die aus meiner eigenen Praxis heraus entstanden sind.

00:00:54: besser gesagt aber Ja, diese spezielle Meditation jetzt ist wirklich inspiriert vom Vinyana Bairavatantra.

00:01:03: Bevor wir gleich loslegen, schau mal dass du es dir richtig bequem machst.

00:01:07: zum meditieren kannst du dich hinsetzen, du kannst dich hinlegen, du brauchst so etwa ja fünfzehn Minuten Zeit.

00:01:15: vielleicht sind wir sogar auch schon ein bisschen schneller als das aber ja gute fünfzehnt Minuten entspannt Zeit wäre toll.

00:01:23: Wenn du spazieren bist dabei, würde das tatsächlich sogar auch gehen.

00:01:26: Also du kannst die Meditation auch draußen machen.

00:01:29: Du musst nicht in einem Raum sein.

00:01:31: Du kannst sie im Sitzen und im Liegen auch im Stehen vielleicht sogar im Gehirn machen.

00:01:36: Musst mal für dich ausprobieren!

00:01:39: Und dann ist es noch gut zu wissen... Du kannst die meditation in Bezug auf eine bestimmte Situation praktizieren.

00:01:46: Eine Situation, die du vielleicht in deinem Umfeld gerade hast irgendwie auf der Arbeit oder mit Ja, vielleicht auch in deiner Familie oder in Deiner Beziehung.

00:01:56: Also du kannst die in Bezug auf eine bestimmte Person üben diese Meditation.

00:02:03: Du kannst sie aber auch wenn du jetzt gerade zum Beispiel draußen bist drin geht es auch.

00:02:07: Du kannst das auch mit einem bestimmten Gegenstand machen.

00:02:12: Wirst du jetzt gleich merken.

00:02:13: Aber genau vielleicht hast du jetzt auch beim Zuhören schon wirklich gemerkt okay da gibt's was was ich mir genauer anschauen möchte, weil es geht wirklich darum den Fokus auch ein bisschen zu verändern und ja mit dem Fokus zu spielen so kann man sagen.

00:02:29: Okay gut dann würde ich sagen legen wir los.

00:02:38: Wo auch immer du gerade bist schau mal dass du deinen Körper in eine ruhige Position bringst, sodass du dein Atem spüren kannst.

00:02:50: also vielleicht bist du im Sitzen, vielleicht bist Im Stehen, vielleicht auch im Gehen.

00:02:58: Im ruhigen Gehen Schau mal dass du deinen Atem spüren kannst.

00:03:05: Nimm wahr wie sich einer hat man die Bauchdecke hebt und aussaat man wieder senkt.

00:03:16: Dann schau mal ob du deine Augen offen lassen möchtest oder ob du sie schließen möchtes.

00:03:21: Wenn du die Meditation in Bezug auf eine Person oder eine Situation machen möchtet dann ist es gut die Augen dafür zu schliessen.

00:03:30: Ansonsten wenn du mit einem visuellen Fokus arbeiten möchteste ist es Gut die Augen offen zu behalten.

00:03:38: Und dann nimm einmal wahr was du siehst, das was du visuell vor dir siehst oder dass das du innerlich sehen kannst.

00:03:52: und du hattest dich jetzt am Anfang entschieden ob du einen visuellen Fokus haben möchtest also die Augen geöffnet hast und etwas im Raum beobachtest oder ob du die Augen geschlossen hast und dir eine Situation anschaust.

00:04:08: Versuch mal, das für was du dich entschieden hast jetzt wirklich nicht mehr zu ändern.

00:04:12: Du kannst ja die Meditation auch sonst einfach nochmal machen Aber bleib jetzt wirklich mal bei dem Fokus Der vielleicht auch so intuitiv als erstes zu dir kam.

00:04:30: Nur ist jetzt wirklich wie So ein Weitwinkel eingeschaltet Und schaust dir Das für dass du dich entschieden hast und das was vor dir liegt.

00:04:44: Schaust du dir an ohne es zu bewerten und auch ohne es verändern zu wollen.

00:04:59: Schaust dir an so wie es ist in seiner Ganzheit, in seiner Vollständigkeit vielleicht auch in seiner Komplexität nicht so wie du's gerne hättest sondern so wie jetzt wirklich gerade ist.

00:05:28: Beobachte mal deine Atmung während Du diesen Weitwinkel eingestellt hast.

00:05:41: Wie geht Dein Arte mit dem was Du siehst in Interaktion, wird dein Atem ruhiger weicher flacher tiefer oder kannst du gar keine Veränderung wahrnehmen gerade und auch ohne den Atem verändern zu wollen.

00:06:09: Einfach der Atem ist immer ein guter Indikator.

00:06:13: einfach mal so schauen wie geht mein System mit dem um was gerade da ist?

00:06:25: Wie is die somatische Antwort meines Körpers auf das, was ich im Außen wahrnehme.

00:06:48: Und wir ändern jetzt die Perspektive vom Weitwinkel zu einem Zoom.

00:06:57: Es ist wirklich so als würdest du jetzt zu einem Detail so richtig ranzoomen Ein Detail unter die Lupe nehmen.

00:07:10: Wenn du draußen bist könnte das zum Beispiel eine Blüte sein.

00:07:14: wenn du in einem Raum bist könnte dass Die Ecke seien von einem Fenster oder auch ein weicher Gegenstand Ein bestimmter Aspekt, ein bestimmtes Teil von einem Kissen zum Beispiel.

00:07:38: Und es muss gar kein jetzt besonders außergewöhnlich schöner Gegenstand sein oder ein besonders schönes Detail.

00:07:48: sondern auch wenn du jetzt zum Beispiel bei der Situation bist zoom mal an das erste ran was dir gerade auffällt wirklich das erste was dir grade einfällt und das erste war deine Aufmerksamkeit gecatcht hat und ein Zoomer ran wirklich so richtig Detail verliebt.

00:08:21: Als würdest du unter der Lupe jedes kleine Detail erkennen wollen, die feinen Gliedrigkeit dessen was du siehst mit all deiner Neugier Mit der vollen Präsenz und der Aufmerksamkeit schaust ihr ganz genau an.

00:08:52: Was kannst Du erkennen?

00:08:53: Was kannst du sehen?

00:09:03: Und dann nimm auch nochmal wahr, wie dein Körper mit dem in Interaktion geht was du siehst.

00:09:10: Wie ist dein Atem?

00:09:14: Wie fühlt sich das an was du Siehst?

00:09:15: und auch ohne den Atem jetzt bewerten zu wollen einfach nur wahrnehmen.

00:09:22: Entsteht da eher Weite in meinem System entsteht er enge entsteht Wärme entsteht noch mehr Neugiere oder entsteht vielleicht auch so dass wir eine Ablehnung fällt es dir schwer weiter hin hinzuschauen.

00:09:40: Ganz neugierig beobachte, es gibt so viel zu entdecken in diesem Detail.

00:09:54: Und dann stell den Winkel wieder weit, suchen wieder raus und schau dir nochmal das große Ganze an.

00:10:08: Vielleicht nimmst du das große ganze jetzt gerade sehr ähnlich war wie davor.

00:10:12: vielleicht hat er sich aber auch verändert?

00:10:25: Und dann schau doch mal ob du noch mal spüren kannst wie jetzt dein Atem mit dem großen Ganzen in Resonanz geht.

00:10:44: Und es kann manchmal sein, dass da uns direkt was auffällt oder auch nicht und das ist auch beides vollkommen fein!

00:10:53: Dann ist ein letzter Moment der Beobachtung hier bevor wir noch einmal zu einem anderen Detail ranzoomen.

00:11:05: Du zooms dran so den nächsten Detail was dir auffält Was deine Aufmerksamkeit catcht Oder das nächste was dir einfällt.

00:11:19: Wenn du vorhin einen externen Fokus gewählt hast, dann wähl jetzt auch einen extern.

00:11:30: Und dann stell deine Lupe wieder scharf und dann schau ganz genau hin mit so viel Neugier Mit einer Erwartungslosigkeit und einer kindlichen verspielten Präsenz.

00:11:50: Was kannst Du sehen?

00:11:51: Was kannst du entdecken?

00:12:00: In diesem Modus, das ganz nahen.

00:12:10: Was zeigt dir diese Perspektive?

00:12:14: Und dann geh noch mal in deinen Körper und spür wie dein Körper auf das was du siehst reagiert.

00:12:27: Gibt es eine somatische Antwort von deinem Körper?

00:12:29: vielleicht gibt es auch gar keine.

00:12:32: Das ist auch fein.

00:12:35: Vielleicht gibt es aber auch eine und musst gerade nochmal ein bisschen genauer fühlen Was da ist, vielleicht hast du auch kein Wort dafür sondern willst einfach nur in dieses Gefühl eintauchen oder dieses Gefühl wahrnehmen.

00:12:51: Vielleicht ist es auch ein Gefühl und dass Du nicht eintauchten willst das Du einfach nur weiter ein bisschen beobachten möchtest für den letzten Augenblick.

00:13:17: dann zoomen wir wieder raus zu dem großen Ganzen zur der Gesamtheit.

00:13:31: was kannst Du sehen?

00:13:32: Was kannst Du wahrnehmen?

00:13:40: Was ist da?

00:13:46: Vielleicht ist das totale unverändert zu dem großen Ganzen, wie du es davor gesehen hast.

00:13:55: Vielleicht nimmst du das aber auch ein bisschen anders wahr?

00:14:00: Alles ist möglich und alles ist okay.

00:14:06: Reality Check.

00:14:16: Reality check auch mit deiner Körperwahrnehmung.

00:14:23: Gehen die somatische Erfahrung was da ist.

00:14:28: Alles was da is darf da sein.

00:14:32: Ohne die Erfahrung verändern zu wollen was fühlst Du gerade?

00:14:49: Was fühlst du in deinem Bauch, was fühlste vielleicht in deinen Brustraum?

00:14:55: Wo ist dein Atem und wie ist deinatem.

00:15:00: Wie fließt dein atem?

00:15:07: Und wir zoomen ein letztes Mal rein Ein neues Detail Wieder in der gleichen Ebene wie vorher.

00:15:25: Entweder Wenn Du vorher innen warst In der Innenwahrnehmung bleibst Du im Außen.

00:15:35: Und wie gesagt, du kannst die Meditation ja ansonsten nochmal machen.

00:15:38: Such dir ein neues, ein letztes drittes Detail und dann geh rein mit dem Fokus Zoom rein Setz' die Lupe an.

00:16:00: Das heißt nicht dass Du jetzt alles Dir auf Zellebene vorstellen sollst aber Dass Du plötzlich Details siehst Die Du vorher vielleicht allein schon durch die Schnelligkeit oder ich durch die Abgelenktheit nichts sehen konntest.

00:16:25: Vielleicht siehst du aber auch gar nichts Neues und das ist okay!

00:16:32: Du schaust es dir nicht unbedingt an, um irgendwas zu finden.

00:16:36: Du schausst es dir einfach nur an in der Losgelöstheit aller Erwartungen im Üben dass wie man im Yoga sagt aparegraha losgelöst detached.

00:17:04: was kannst du sehen?

00:17:05: Was kannst du wahrnehmen?

00:17:06: Auch in deinem Körper durch das was du siehst?

00:17:11: Welche Antwort gebt dir dein Atem auf das Gesehene in dieser Perspektive des nahen Zooms von diesem speziellen Detail?

00:17:41: Und dann Zoom langsam wieder raus, in die Gesamtheit der Dinge.

00:17:55: Was kannst du sehen?

00:17:59: Wie ist deine Perspektiv hier und wie wirkt sich diese Perspektive der Gesamtheit, jetzt gerade in diesem Moment.

00:18:13: Auf deinen Körper auf deine Atmung, auf deine Wahrnehmung – auf deine Körperwahrnehmungen aus.

00:18:22: Was kannst du fühlen?

00:18:39: Ohne die Gefühle benennen zu müssen, du darfst dir einfach nur fühlen ohne dafür Worte zu haben.

00:18:47: Du darfst sie da sein lassen, ohne sie einordnen, analysieren oder interpretieren zu müssen auch wenn es dir vielleicht gar nicht so leicht fällt!

00:18:57: Das ist genau Teil der Übung Lass alles da sein.

00:19:10: Es geht darum, dir dessen bewusst zu sein was da ist.

00:19:17: es geht um das Gewahrsein Wahrheit in all seinen Facetten und in den unterschiedlichen Perspektiven Und in seiner Vielschichtigkeit neu zu erfahren Neu zu erleben und damit Das Spektrum der Lebendigkeit auszuweiten Der Lebendlichkeit in dir und in deinem Leben wieder mehr Raum zu schenken dass sie sich wirklich ausweiten darf.

00:19:49: Und eine der Übersetzungen des Wortes Tantra ist Expansion, also es geht wirklich in ganz ursprünglichen Sinne dabei um ein Ausweiten und im nächsten Moment kannst du mal schauen ob du wieder ein bisschen Lebendigkeit in deinen Körper bringen möchtest.

00:20:15: vielleicht willst du anfangen deine Finger zu bewegen Deine Zähnen Die Hände, die Füsse.

00:20:25: streckt dich, räckelt dich.

00:20:31: Meist willst du die Hände einander reiben um Wärme entstehen zu lassen?

00:20:37: Vielleicht auch die Händen mal vor deinem Gesicht legen oder dein Gesicht massieren und die Augen geschlossen hat.

00:20:44: das ist manchmal ganz schön die Augen langsam aufzublenzeln während die Händer auf deinen Augen liegen.

00:20:58: Wenn du magst kannst du diesen Moment als einen Moment nehmen in dem du nachspürst Und einfach dir Erfahrungen auf dich wirken lässt.

00:21:06: Du kannst auch nochmal für einen Moment journalen und aufschreiben, was die Essenz deiner Erfahrung war.

00:21:19: Was ist dir aufgefallen in diesem Perspektivwechsel?

00:21:27: Was bleibt unverändert während Gedanken, Gefühle und Sinneseindrücke kommen und gehen?

00:21:44: Genau darum geht es in dieser Tatva-Bhavana Meditation.

00:21:48: Das war nicht die Tatva-Babana Meditation im ganz ursprünglichen Sinne, aber die Meditation, die ich angeleitet hat ist von der Grundidee und in einigen Anteilen wirklich von dieser Tatva Babana Meditation inspiriert.

00:22:04: Ich werde den Namen davon in die Show Notes schreiben und auch die Quelle so dass du wenn du möchtest kannst du das nochmal nachlesen.

00:22:14: Ja, in der Tat Bababana Meditation geht es eben darum die Einheit hinter allen Erscheinungen zu erfahren und ja dadurch auch ein neues Bewusstsein zu kommen.

00:22:27: Es geht jetzt gar nicht unbedingt darum sich zu entspannen und es geht auch nicht darum irgendwie erleuchtet zu werden sondern wirklich tiefer einzutauchen in Bewusstsein und Lebendigkeit.

00:22:49: Wenn dich das Thema Tantra interessiert und du sagst boah, tantrische Philosophie, juggische Philosophies.

00:22:56: Das geht so Hand an Hand!

00:22:57: Das würde mein Yoga unterricht und auch mein Leben total bereichern.

00:23:03: dann hast Du vielleicht Lust im Oktober erste Oktober auch mit uns nach Portugal zu kommen?

00:23:10: Da sind wir in einem Haus direkt am Meer und tauchen tiefer ein.

00:23:16: Philosophie, Deep Dive, Weiterbildung für Yoga-Teacher geben.

00:23:20: Und wir schauen uns das alles einfach noch mal ein bisschen genauer an.

00:23:24: und wenn du da Interesse hast oder grundsätzlich einfach Lust hättest auch mehr darüber zu erfahren oder Fragen hast dazu dann schreib uns gerne einfach an!

00:23:35: Wir hoffen dass dich diese Meditation inspiriert hat kannst dir gerne noch ein paar Mal machen und wir freuen uns immer über eine Rückmeldung Einfach wie es dir gefallen hat, vielleicht auch was es in dir ausgelöst hat.

00:23:52: Lass es dir gut gehen!

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